Unsere Geschichte – klein aber fein
Wrestling ist eine ernst zu nehmende Größe in der Landeshauptstadt Kiel
- mit einer Schule, die qualifiziertes Training anbietet
- mit talentierten und engagierten Mitgliedern
- mit begeisterten Zuschauern
Doch wie kam es dazu?
Alles begann mit meiner Begeisterung für das Wrestling, das ich vornehmlich bei „World Championship Wrestling“ verfolgte. Als Kampfsportler mit nun schon über 40jähriger Erfahrung, verlangten mir die gezeigte sportliche Leistung hohen Respekt ab und die dargebotene Show faszinierte mich ebenso, wie die dargestellten Charaktere – vor allem Hulk Hogan, der noch heute mein absoluter Favorit ist.
So entschloss ich mich selbst Wrestling zu erlernen, was bei traditionellen Kampfsportlern nicht gleich gut ankam, obwohl die Ähnlichkeiten zum japanischen Jiu-Jitsu und Judo frappierend sind.
Januar 1998 holte ich Viktor Krüger zu einem Lehrgang nach Kiel und im selben Jahr wurde erstmalig Wrestling auf unserer alljährlichen Kampfsportschau zur Kieler Woche gezeigt. Die tolle Resonanz des Publikums führte dazu, dass mein Partner Thomas Bopzin und ich zum CWA – Catchzelt nach Hannover fuhren. Dort lernten wir Peter William kennen, der sich unser annahm und zu dem mich heute noch eine schöne Freundschaft verbindet. Er teilte uns Franz Schuhmann als Lehrer zu, was ich niemals bereut habe und bei dem wir viel gelernt haben.
Langsam aber sicher reifte der Gedanke, in Kiel zu veranstalten. So fand April 1999 in Kiel die erste Catch- und Wrestlingmeisterschaft statt; mit dabei waren unter anderen Franz Schuhmann, Dave Morgan, Sepp Trenker und Bobby Gaetano. Thomas Bopzin nannte sich nun „Der Bestrafer“ und ich wurde zu K. Hartmacher. Es war Sepp Trenker, der mich wegen meines nimmer müden Einsatzes für die Welt des Kampfsports „Marathon Mann“ nannte – mein Markenzeichen war geboren.
Auch die zweite Catch- und Wrestlingmeisterschaft im Jahr 2000 war gut besucht und zog eine sehr positive Berichterstattung der lokalen Presse nach sich, sowie einen Auftritt im NDR. Diese Entwicklung führte zum ersten Kontakt mit Marc King, der schon bald in der Yawara Sportschule Wrestling unterrichten sollte.
Neben der Zusammenarbeit mit der NAWA und Eurowrestling führten wir im Februar 2002 „Reunion“ ein, die auch Jahre später für ausverkaufte Hallen sorgte.
Im gleichen Jahr wurde die „Deutsche Wrestling Allianz“ von Christian Städter, mir und anderen in meinem Garten gegründet und zwar bei Kaffee und Kuchen unterm Apfelbaum. Die leider wohl normalen Querelen, vor allem Städters, mit der NAWA machten den Schritt nötig. So wurde ich zweiter Vorsitzender der DWA, selbst Name und Satzung waren auf meinen Mist gewachsen.
Mit der DWA veranstalteten wir Februar 2003 „Reunion II“ mit Viktor Krüger als Highlight, sowie die erste Veranstaltung im (geliehenen) Ring zur Kieler Woche. Als Jahresabschluss führten wir „Finishing Move“ ein, die zunächst nur auf Matten stattfand.
Das Jahr 2004 läuteten Salvatore Bellomo und Tony St. Clair in einem klasse Kampf der alten Schule zu „Reunion III“ ein, wogegen „Reunion IV“ mit der Kampfpaarung „Shooting Star“ Sick und Mr. Erotic die neue Generation des Wrestling präsentierte.
Als 2005 Marc King die Sportschule verließ und übernahmen seine am Besten ausgebildeten Schüler Murat und der Inquisitor das Training. Das Wichtigste aber: unsere Schule bekam eine zweite Halle mit genügender Deckenhöhe, so dass für uns ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung ging: ein eigener Ring! In Zukunft veranstalteten wir in eigenen Räumen und machten langsam aber sicher Wrestling in Kiel salonfähig. Dies äußert sich durch regelmäßige Berichterstattung der lokalen Presse, bis hin zu Reportagen des NDR und Sat1.
Momentan ist unser vorrangiges Ziel junge Menschen zu begeistern und somit das Fortbestehen des wohl unterhaltsamsten Kampfsports der Welt zu sichern.
Die Tatsache, dass jede Veranstaltung im Hause Yawara ausnahmslos ausverkauft ist, spricht für unsere Qualität und lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.
Abschließend gebührt unserem großartigen Publikum ein riesiges Dankeschön, das mit ihrer Begeisterung und Treue zu unvergesslichen Momente im Ring beigetragen hat.
„Marathon Mann“ K. Hartmacher